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Wieviel Obst und Gemüse konsumieren die Deutschen?

Wieviel Obst und Gemüse konsumieren die Deutschen?

Generell lässt sich ohne Zweifel sagen: Wir Deutsche essen zu wenige pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse und Obst. Das Max-Rubner-Institut hält außerdem fest, dass wir zu viele tierische Lebensmittel wie Fleisch und Wurstwaren verzehren.

Dem übermäßigen Konsum von verarbeiteten Kohlenhydraten oder der Differenzierung zwischen positiven und negativen tierischen Erzeugnissen schenkt man keinerlei Aufmerksamkeit. Es wird lediglich zusätzlich festgehalten, dass “etwa 80% der Männer und 76% der Frauen” den Richtwert für die Fettzufuhr überschreiten. Außerdem wird erwähnt, dass 16% der Studienteilnehmer in den letzten vier Wochen keinen Fisch verzehrt haben. Die Empfehlung mindestens zweimal wöchentlich Fisch zu konsumieren, um den Körper mit ausreichend essenziellen Fettsäuren zu versorgen, scheint das Interesse dieser Personen leider nicht geweckt zu haben. Selbst hier bekommt man bereits den Eindruck, dass die Ernährung in Deutschland doch nicht so positiv zu sein scheint, wie viele Medien es uns berichten.

Die DGE-Empfehlungen für den Obstverzehr unterschreiten 59% der Teilnehmer. Diese Angabe beinhaltet Obsterzeugnisse. Die empfohlene Verzehrmenge liegt bei 250g/Tag, welche 65% der Männer und 54% der Frauen unterschreiten. Selbst beim Addieren von Obstsaft liegen noch 43% unter dem Richtwert. Bei Säften fehlen jedoch unter anderem wichtige Ballaststoffe.

Noch schlimmer sieht es jedoch beim Gemüseverzehr aus: Hier unterschreiten satte 87,4% der Befragten die Empfehlungen der DGE von 400g/Tag. Im Detail 88,5% der Männer und 86,3% der Frauen.

Ähnlich schockierend fällt der Wert derer aus, die es schaffen ganze 4 Wochen am Stück auf Obst oder Gemüse zu verzichten. Bei Gemüse sind dies rund 0,8%. In den letzten 4 Wochen kein Obst gesehen haben dagegen stolze 4% der Befragten, also einer von 25 Teilnehmern. Auf Kinder bezogen würde das bedeuten, dass in jeder Schulklasse ein Kind sitzt, welches seit mindestens einem gesamten Monat kein einziges Stück Obst angefasst hat.

Was sind nach den Werten der Verzehrsstudie “Mangelvitamine” und “Mangelmineralien”?

Als Mangelvitamine und Mangelmineralien werden oft Vitamine und Mineralien bezeichnet, bei denen Richtwerte häufig unterschritten werden. Einige der höchsten Abweichungen von der empfohlenen täglichen Zufuhr haben wir für Euch aufgelistet.

Teilnehmer welche die empfohlene Tageszufuhr nicht erreichen:

 

 

Männer

Frauen

Vitamin C

32 %

29 %

Vitamin D

82 %

91 %

Folsäure

79 %

86 %

Calcium

46 %

55 %

Magnesium

26 %

29 %

Jod

28 - 96 %

53 - 97 %

Zink

32 %

21 %

 

Sowohl bei Vitaminen als auch bei Mineralien werden folglich Richtwerte häufig nicht erreicht. Die Bedarfsdeckung von Jod hängt maßgeblich davon ab, ob man ausschließlich jodiertes Speisesalz zum Würzen seiner Mahlzeiten verwendet oder nicht. Kritisch zu sehen sind zum Beispiel Zink, Magnesium und Vitamin C. Diese Vitalstoffe sind für eine gesunde Entgiftung unersätzlich. Sollten hier Mangelzustände auftreten, so kann die Leber schädliche Toxine nicht mehr ausreichend entgiften. Erstaunlich ist auch, dass trotz des hohen Milchkonsums in Deutschland der Richtwert für Calcium häufig nicht erreicht wird.

 

Menschen überschätzen ihren persönlichen Konsum von Obst, Obsterzeugnissen und Obstsäften. Die Aussagekraft dahinter ist wichtig, weil es zeigt, dass der Mehrzahl der Studienteilnehmer die gesunde Wirkung von Obst durchaus bewusst ist. Leider sind dennoch nur wenige in der Lage ihre eigenen Erwartungen an eine gesunde Ernährung zu erfüllen. Deshalb reden die Deutschen sich ihren Verzehr schön, um weiterhin ihrer ungesünderen Ernährungsweise nachzugehen und eventuelle Folgen zu verdrängen.Deutsche überschätzen ihren persönlichen Obstkonsum um rund 60-70%. Betrachtet man die Zahlen im Detail, so schätzen Männer ihren langfristigen Konsum von Obst auf 230g täglich, bei stichprobenartigen kurzfristigen Betrachtung nehmen sie jedoch nur 135g zu sich – das sind lediglich rund 62% der ursprünglich geschätzten Menge. Bei Frauen ist es ähnlich. Sie schätzen ihren Obstkonsum auf 278g, verzehren bei genauerer Betrachtung jedoch lediglich 176g – rund 65% des zuvor geschätzten Wertes.

Damit liegen beide Geschlechter im Durchschnitt sichtbar unter 50% der empfohlenen Tagesmenge von 400g. Zu beachten bleibt, dass es sich selbst beim 24h-Recall um keine exakte Messung von Grammangaben oder Art des Obstes handelt. Probanden bekommen lediglich Bilder von ungefähren Obstportionen vorgesetzt und machen Kreuzchen, was in ihren Augen dem eigenen Konsum am nächsten kommt. Ob und wie präzise die eigene Einschätzung der Realität entspricht bleibt auch hier unklar. Ob Studienteilnehmer korrekte Angaben machen wird nicht überprüft.

Wie wirkt sich das auf Werte von Nährstoffen wie Vitamine und Mineralien aus?

Diese Werte können wir lediglich anhand der vorliegenden Daten schätzen. Es handelt sich folglich um keine exakten Ergebnisse. Hierzu haben wir die ermittelten Werte der 24h-Recalls zu Vitaminen und Mineralien verrechnet und in Kontext gestellt, so wie wir es vom Abschlussbericht der nationalen Verzehrsstudie II erwartet hätten.

Nicht alle Vitamine und Mineralien wurden betrachtet, sondern zur Vereinfachung lediglich einzelne Werte ausgewählt und stark gerundet. Jedoch lässt sich die Tendenz nach der vorliegenden Neuberechnung eindeutig erkennen und plötzlich ergibt sich ein völlig anderes Bild: Bei vielen Vitaminen und Mineralien erreichen nicht einmal 50% der Teilnehmer die vorgegebenen Richtwerte der wichtigen Nährstoffe. Bei Calcium erreichen zum Beispiel, statt der oft verwendeten 54% der Studienteilnehmer, nur noch rund 25% die empfohlene Tagesdosis.

Auch von der DGE gerne verwendete Sätze wie “bei Männern und Frauen liegt in allen Altersgruppen der Median der Vitamin C-Zufuhr deutlich über der empfohlenen Zufuhr” erweisen sich als Halbwahrheit. Denn der Median in der 24h-Betrachtung liegt mit 96mg (bei Männern) nur knapp aber dennoch unter dem angegebenen D-A-CH-Richtwert von 100mg. Zusätzlich sollte erwähnt werden, dass der empfohlene Richtwert bei Stillenden auf ungefähr 150mg Vitamin C ansteigt. Andere Belastungen bleiben weitestgehend unbeachtet. Dass laut aktuellen Studien der Mehrbedarf von Rauchern zum Beispiel um mindestens 35mg ansteigt wird nicht erwähnt. Studienergebnisse wie diese sind scheinbar nicht mit in die Berechnungen eingeflossen.

Fazit zur nationalen Verzehrsstudie II

Sehr häufig werden leider geschönte Zahlen der Ergebnisse der nationalen Verzehrsstudie II verwendet und kritiklos akzeptiert. Bei genauerer Betrachtung der Berichte entdeckt man jedoch, dass man viele Informationen hat unter den Tisch fallen lassen, unrealistische Schlussfolgerung abgeleitet wurden und Werte nur sehr vage Schlussfolgerungen zulassen. Warum in öffentlichen Berichten die präziseren aber aussagekräftigeren Zahlen unerwähnt bleiben, wirft bei uns Fragezeichen auf. Ergebnisse der genauesten Messmethode mit Wiegeprotokollen bleiben für die Öffentlichkeit gänzlich im Verborgenen.

Wenn öffentliche Institutionen authentische Empfehlungen aussprechen wollen oder die DGE weiterhin Nahrungsergänzungsmittel als “unnötige bunte Pillen” betiteln möchte, sollten sie selbst mit offenen Karten spielen und keine Informationen vor dem interessierten und gesundheitsbewussten Teil der Bevölkerung verstecken.

Außerdem sollte der Abschlussbericht der nationalen Verzehrsstudie II darauf aufmerksam machen, dass Menschen dazu neigen ihre schlechte Ernährung “gesund zu reden”, ähnlich wie Raucher sich den Nutzen ihres Zigarettenkonsums mit bunten Argumenten schön reden. Wo bei Rauchern mit abschreckenden Bildern auf Zigarettenpackungen reagiert wird, bleibt bei der Ernährung selbst eine vernünftige Stellungnahme von öffentlicher Seite aus.

Wir können anhand der Daten zusätzlich vermuten, dass eine detaillierte Beobachtung des Essverhaltens zu noch schlechteren Ergebnissen in Bezug auf die Nährstoffversorgung führen würde. Außerdem wird zwar unter anderem der Konsum von Zigaretten ermittelt, dass dies zu einem vermehrten Bedarf an Vitamin C und Antioxidantien führt bleibt jedoch unkommentiert. Auch andere körperliche Belastungen, Krankheiten oder Stress werden scheinbar ignoriert und nicht mit in den Nährstoffbedarf eingerechnet.

Oft lässt man unter den Tisch fallen, dass die zum Vergleich verwendeten RDA-Werte sich ausschließlich auf den durchschnittlichen gesunden Menschen beziehen. Darunter fallen zum Beispiel ausschließlich Personen, die:

  • Keinerlei Medikamente einnehmen,
  • weder passiv noch aktiv rauchen,
  • nicht unter Verdauungsstörungen oder Krankheiten leiden,
  • nicht stillen oder schwanger sind,
  • nicht unter Übergewicht leiden und
  • nicht unter Stress stehen oder
  • sich übermäßiger körperlicher Belastung aussetzen.

Zu erwähnen bleibt auch, dass in den U.S.A. Richtwerte für viele Nährstoffe längst nach oben hin angepasst wurden. So liegt die in Deutschland empfohlene Menge für Vitamin D zum Beispiel bei 5µg, der amerikanische Richtwert benennt dagegen mittlerweile die 3-fache Menge von 15µg. Dies zeigt deutlich den internationalen Trend, dass die Empfehlung scheinbar doch in Richtung “mehr ist besser” geht und Richtwerte kontinuierlich nach oben angepasst werden. Ob Nahrungsergänzungen folglich sinnvoll sind, darf jeder gesundheitsbewusste Mensch für sich selbst entscheiden.

Weitere interessante Info's findet ihr auch in dem speziell für Schwangere geschriebenem Portal: 

www.bambiona.de/thema/ernaehrung-schwangerschaft

Quellen:

http://www.mri.bund.de/fileadmin/Institute/EV/NVSII_Abschlussbericht_Teil_2.pdf
http://www.mri.bund.de/fileadmin/Institute/EV/Lebensmittelverzehr_N%C3%A4hrstoffzufuhr_24h-recalls.pdf
http://www.mri.bund.de/de/institute/ernaehrungsverhalten/forschungsprojekte/die-nationale-verzehrsstudie-zwei/ergebnisse-lebensmittelverzehr-naehrstoffzufuhr.html
http://www.vis.bayern.de/ernaehrung/lebensmittel/gruppen/naehrstoffgehalt_pflanzliche_lebensmittel.htm
http://www.sciencedaily.com/releases/2006/02/060224104219.htm
http://www.dge.de/presse/pm/dge-aktualisiert-die-referenzwerte-fuer-calcium/
www.livestrong.com/article/343850-why-isnt-white-bread-good-for-you/
http://www.health.state.mn.us/divs/hpcd/chp/cdrr/nutrition/facts/wholegrains.html
http://www.hsph.harvard.edu/nutritionsource/what-should-you-eat/health-gains-from-whole-grains/

 

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