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Was ist Burnout und was hilft dagegen?

Was ist Burnout und was hilft dagegen?

 

Anfangs wurde es als „Managerkrankheit“ bezeichnet. Inzwischen wissen wir, dass es so gut wie jeden treffen kann: Schüler und Studierende. Berufstätige, die einen „normalen“ Vollzeitjob haben. Influencer, die nach außen hin ein perfektes, sorgenfreies Leben führen. Jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland ist damit im Laufe des Arbeitslebens konfrontiert.

Burnout ist wohl mittlerweile jedem ein Begriff. Jedoch ist dieser Begriff relativ diffus: Streng genommen handelt es sich dabei nicht um ein medizinisch anerkanntes Krankheitsbild, sondern um ein Syndrom, das mehrere unterschiedliche Symptome vereint.

Was sind die Symptome von Burnout?

Den Begriff „Burnout“ prägte in den 1970er Jahren der Psychologe Herbert Freudenberger. Darunter verstand er den „Zusammenbruch aufgrund von Überarbeitung und Stress“. Die wichtigsten Burnout-Symptome sind totale Erschöpfung, Kraftlosigkeit und sozialer Rückzug, denen eine extreme Belastungsphase vorausgegangen ist. Auch herrscht ein Konsens darüber, dass das Syndrom nicht plötzlich eintritt – sondern ein schleichender Prozess ist.

Was sollte ich bei Anzeichen von Burnout tun?

Eine Überstunde hier, eine Überstunde da. Nach Feierabend E-Mails beantworten, am Wochenende etwas wegarbeiten – und schon tappen einige von uns in die Falle. Meistens beginnt das Burnout-Syndrom mit dem Gefühl, unentbehrlich zu sein. Der Weg zur Selbstausbeutung ist nicht weit. Entspannung? Soziale Kontakte? Fehlanzeige.

Wenn du merkst, dass das Treffen mit dem besten Freund oder der besten Freundin schon viel zu lange her ist, dass deine Hobbys zu kurz kommen, dass du nicht mehr weißt, wann du dich das letzte Mal erholt gefühlt hast: Dann solltest du diese ersten Anzeichen von Burnout ernst nehmen und dich bei Bedarf an einen Arzt wenden. Im Gespräch und mithilfe von Fragebögen lässt sich herausfinden, ob die Warnsignale auf ein Burnout-Syndrom hindeuten – oder etwas anderes dahintersteckt. Viele Alarmzeichen überschneiden sich nämlich mit Merkmalen von Depressionen oder der chronischen Müdigkeit.

Wie äußern sich die Burnout-Symptome?

Da Burnout keine anerkannte Diagnose ist, ist es schwer, eindeutig festzumachen, wie sich Burnout konkret äußert. Die Ausprägungen sind sehr individuell und können sowohl psychischer als auch körperlicher Natur sein, und sie können sich auch gegenseitig bedingen. Zu möglichen Warnsignalen zählen z.B.:

  • Schuldgefühle und Sorgen
  • Selbstzweifel
  • Panikattacken
  • Chronische Müdigkeit
  • Vergesslichkeit und Konzentrationsmangel
  • Innere Leere und Gleichgültigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Aggressionen
  • Verdauungsstörungen
  • Schlaflosigkeit
  • Sozialer Rückzug, Distanzierung
  • Anfälligkeit für Infekte

 

Burnout äußert sich zwar in unterschiedlichen Formen, doch die Auswirkungen bleiben die gleichen: Verlust der Leistungsfähigkeit und die emotionale und körperliche Erschöpfung.

Phasen des Burnout-Syndroms

Bis sich die Probleme bemerkbar machen, kann es allerdings lange dauern: Denn Burnout kommt nicht von heute auf morgen. Das Heimtückische daran: Oft merken wir gar nicht, dass wir kurz vor dem Burnout stehen. Den zeitlichen Ablauf des Syndroms veranschaulicht das Modell, das der Präger des Burnout-Begriffs Herbert Freudenberger mit seinem Kollegen Gail North entwickelt hat. Die Psychologen unterscheiden dabei zwischen 12 Burnout-Phasen:

  1. Der Drang, sich zu beweisen:
    In diesem Stadium will der Betroffene Enthusiasmus und Engagement zeigen. Er verwendet die gesamte Energie darauf, die (beruflichen) Ziele zu erreichen.

  2. Verstärkte Leistungsbereitschaft:
    Die Ziele werden immer höhergesteckt. Den übertriebenen Ansprüchen kann der Betroffene nur noch mit enormem Aufwand gerecht werden. Das Gefühl der eigenen Unersetzbarkeit wird stärker.

  3. Vernachlässigung eigener Bedürfnisse:
    In der dritten Burnout-Phase blendet der Betroffene die elementaren Bedürfnisse wie Schlaf, Essen und soziale Kontakte aus.

  4. Verdrängung von Konflikten:
    Die Warnsignale treten ein: Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen und Energieabfall. Diese werden jedoch häufig ausgeblendet; der Betroffene „funktioniert“ weiter.

  5. Neudefinition der Prioritäten:
    Die alten Grundsätze verlieren an Wichtigkeit. Was früher unterstützend und wohltuend war, nimmt der Betroffene nunmehr als Belastung und Ablenkung wahr. Der einzige Fokus ist die Tätigkeit.

  6. Leugnung auftretender Probleme:
    Die Betroffenen werden gereizter, bringen es jedoch nicht mit der Selbst-Vernachlässigung in Verbindung. Aggressivität und Zynismus steigen. Die Probleme werden anderen in die Schuhe geschoben.

  7. Rückzug:
    Positive Gefühle und soziale Kontakte sind in diesem Stadium bereits quasi nicht mehr vorhanden. Betroffene tendieren dazu, zu Medikamenten, Alkohol oder Drogen zu greifen.

  8. Verhaltensänderungen:
    Die Verhaltensänderungen sind bereits so gravierend, dass sie nun auch dem Umfeld auffallen und Sorgen bereiten. Allerdings werden Hilfeangebote häufig als persönliche Kritik wahrgenommen und zurückgewiesen.

  9. Entfremdung:
    Der Betroffene empfindet sich nicht mehr als Persönlichkeit. Ein Gefühl, wie ferngesteuert zu agieren, breitet sich aus.

  10. Innere Leere:
    Das Gefühl, „innen tot“ zu sein, kompensiert der Betroffene häufig mit Ersatzhandlungen wie Essattacken, Alkohol oder weiteren Drogen. 

  11. Depression:
    Dauerhafte Verzweiflung tritt ein. Das ist die Phase der vollständigen Motivations- und Hoffnungslosigkeit.

  12. Ausgebranntsein:
    Es kann ein Nerven- oder körperlicher Zusammenbruch eintreten. Die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist hoch. In dieser Phase ist professionelle Hilfe notwendig. 

Das sind die Burnout-Ursachen

Hand aufs Herz: Wahrscheinlich hat sich schon jeder von uns mal überarbeitet und extrem gestresst gefühlt. Nicht immer entwickelt sich eine solche Stressphase allerdings zu einem Burnout. Umgekehrt wiederum tritt das Burnout-Syndrom auch bei Menschen, die objektiv betrachtet nicht unter allzu viel Stress stehen (müssten).

Meist sind es mehrere Faktoren, die irgendwann das Fass zum Überlaufen bringen. 

  • Angst um den Arbeitsplatz,
  • Zu hohe Anforderungen,
  • Unterforderung,
  • Wechselnde Arbeitsroutinen (wie Schichtdienst),
  • Schlechter Kollegenzusammenhalt,
  • Zu große Verantwortung

 

könnten einige der Ursachen für Burnout sein.

Nicht nur Workaholics, sondern auch Menschen in sozialen Berufen wie Lehrer, Ärzte, Krankenpfleger oder Polizisten sind besonders gefährdet: also diejenigen, die Verantwortung für das Leben und die Zukunft anderer tragen. Aber auch Selbstständige, die im Gegensatz zu Angestellten höherem Organisationsdruck ausgesetzt sind, dafür aber weniger Sicherheit empfinden.

Das ERI-Modell

Zur Erklärung von Burnout-Ursachen wird häufig das ERI-Modell des Schweizer Soziologen Johannes Siegrist herangezogen. Die Abkürzung „ERI“ steht dabei für „Effort-Reward-Imbalance“, also das Ungleichgewicht zwischen der Leistung und der Belohnung.

Dieses Modell setzt voraus, dass Arbeitnehmer für ihren Arbeitseinsatz ausreichend Gegenleistungen erhalten: in Form von Gehalt, Wertschätzung, Beförderungschancen und der Sicherheit des Arbeitsplatzes. Strengt sich der Arbeitnehmer durch Stressfaktoren wie Deadlines oder einer Fülle an Aufgaben zu sehr an – und sei es nur seine subjektive Einschätzung – und erhält er im Gegenzug keine ausreichende Belohnung, entsteht das Ungleichgewicht. Sprich: Stress.

Diese Persönlichkeitsformen begünstigen Burnout

Damit aus Stress aber letztendlich Burnout entsteht, bedarf es aber zusätzlicher Faktoren. Einfluss hat auch unser Charakter: Besonders gefährdet sind Menschen, die dazu tendieren, sich im Beruf zu verausgaben. Das Bild des High-Performers, der sich seine Überforderung nicht eingestehen will, hat sich eingeprägt. Tatsächlich begünstigen Perfektionismus und ein überdurchschnittliches Verantwortungsgefühl die Entstehung des Burnout-Syndroms.

Das sind jedoch nicht die einzigen Faktoren: Unsichere Menschen, die Angst haben, Fehler zu machen oder Aufgaben abzulehnen, sind ebenfalls häufiger betroffen. Niedriges Selbstwertgefühl und gleichzeitig hohe Ansprüche an sich selbst können die Betroffenen in einen Teufelskreis bringen.

Kann ich präventiv gegen Burnout vorgehen?

Wir fassen zusammen: Nicht die belastende Situation an sich führt in erster Linie zu Burnout, sondern vor allem unsere Einstellung ihr gegenüber – also Überforderung. In der Burnout-Prävention spielt daher vor allem ein gesundes Selbstwertgefühl eine zentrale Rolle. Wer seine eigenen Bedürfnisse kennt und sich selbst gut einschätzen kann, ist eher gegen Burnout gewappnet. Dazu gehört auch die Fähigkeit, sich Konflikten zu stellen und Probleme zu klären, statt sie mit Selbstausbeutung zu überdecken.

So beugst du Burnout vor

Doch wie lässt sich Burnout vorbeugen? Solltest du beim Lesen dieses Artikels bereits ein paar Mal innerlich genickt haben, solltest du einen Gang runterschalten und deine Situation prüfen. Wo liegt die Überforderung? Was musst du (theoretisch) dafür tun, um sie zu minimieren? Kannst du Aufgaben an andere delegieren? Wie lange ist die letzte Auszeit her?

Sehr wichtig ist die Abschaltung. Denn nicht diejenigen, die sich 100% ihrer Zeit innerlich mit der Arbeit beschäftigen, sind produktiver: Studien zeigen, dass im Gegenteil Menschen, die einen Cut zwischen Arbeit und Freizeit machen, mehr leisten, zufriedener sind – und so dem Burnout vorbeugen.

Ein interessantes Modell zieht die Ärztin und Burnout-Präventionsexpertin Mirriam Prieß zurate: Sie vergleicht unsere psychische Stabilität mit einem Käfer, der auf sechs Beinen steht. Die Beine symbolisieren die sechs Lebensbereiche: Familie, Gesundheit, Beruf, soziale Kontakte, Hobbys und Glaube / Lebensmotto. Je mehr dieser Faktoren wir außer Acht lassen, desto weniger stabil ist die psychische Verfassung. Wer im Job Gas gibt und als einzigen Rückzugsort die Familie hat, die anderen Bereiche aber vernachlässigt, hat somit nur zwei stützende Bereiche – und Handlungsbedarf.

Burnout-Behandlung

Wenn du jedoch merkst, dass die Prävention zu spät kommt, scheue einen Gang zum Arzt nicht. Schuldgefühle wegen liegengelassener Tätigkeiten sind an dieser Stelle nicht angebracht. Wahrscheinlich benötigst du in dieser Phase sogar eine Krankschreibung und eine ausgedehnte Erholungsphase.

Ein weiterer Schritt könnte eine gezielte Burnout-Behandlung sein. Da die Beschwerden von Person zu Person variieren, gibt es keine Standardformel. Es kann etwa eine Psychotherapie sein, in der du neue Stressbewältigungsmechanismen lernst, deine Erwartungshaltungen anpasst, dein Zeitmanagement überprüfst.

Mittel gegen Burnout

Ob Medikation mit beispielsweise Antidepressiva bei Burnout hilfreich ist? Darüber gibt es in der Wissenschaft keinen Konsens. Unumstritten ist, dass eine gesunde Lebensweise mit gesunder Ernährung und sportlicher Betätigung das innere Gleichgewicht unterstützt. Doch manchmal reicht die gesunde Ernährung allein in den stressigen Phasen nicht aus: Denn durch Stress verbrauchen und benötigen wir besonders viele Vitamine der B-Gruppe, deren Bedarf wir dann oftmals nicht so schnell decken können. Wir haben für die Unterstützung des mentalen Gleichgewichts eine rein pflanzliche Lösung mit einem Vitamin-B-Komplex entwickelt: Entdecke hier unser Präparat Mental up.

 

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