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Unser Immunsystem - Teil 5: Ein Fehler im (Immun-)System

In den bisherigen Teilen haben wir gesehen, aus welchen Bestandteilen unsere körpereigene Abwehr besteht und wie sich ein gesundes System entwickelt. Aber auch diese ausgeklügelte Organisation kann erkranken oder gestört sein. So können unter anderem Allergien, Diabetes Typ I und Lupus entstehen.

Angeborene Immundefekte

Sind einzelne Elemente des Immunsystems nicht funktionstüchtig oder arbeiten nicht zusammen, können Krankheitserreger nicht durchgreifend beseitigt werden. Angeborene Immundefekte sind in der Regel selten zu finden. Der wohl häufigste ist der selektive Immunglobulin-A-Mangel, der in den westlichen Industrieländern circa bei jedem 600sten1 Menschen vorkommt. Wer an dieser Störung leidet, kann keine Antikörper der Klasse A produzieren. Diese sind aber vor allem für die Abwehr von Eindringlingen auf den Schleimhäuten wichtig. Teilweise können andere Antikörper die Verbreitung der Erreger noch aufhalten, sodass man ein beschwerdefreies Leben führen kann. Ist dies nicht der Fall, kommt es in der Regel zu häufigen Atemwegsinfektionen.

Erworbene Immundefekte

Die weltweit häufigste erworbene Immunschwäche ist AIDS, die durch das Humane Immundefizienz-Virus ausgelöst wird. Die HI-Viren befallen die T-Helferzellen, die für die Anforderung von Verteidigungskräften zuständig sind und können sich sogar in die T-Gedächtniszellen einnisten. So können sich die Viren unbemerkt vermehren und nach und nach den Großteil aller Abwehrzellen zerstören. Der Körper ist somit nicht mehr gegen Angriffen von außen geschützt. Aber auchseiner Hauptaufgabe, dem Abbau von beschädigten Zellen, kann er nicht nachkommen, wodurch Tumore entstehen. Aber nicht jeder Immundefekt schadet dem Körper. Es gibt sogar Umstände, bei denen absichtlich ein Fehler herbeigeführt wird.

Überschießende Immunantwort 

Ist das Verhältnis zwischen den regulativen T-Zellen und den T-Killerzellen gestört, will die Abwehr zu viel des Guten. Dies kann dazu führen, dass für den Körper ungefährliche Stoffe anhand ihrer besonderen Antigene als Angreifer erkannt und bekämpft werden. Diese Antigene, die vom Körper falsch behandelt werden, nennen sich auch Allergene und die Reaktion des Körpers ist die Allergie. Doch der Übermut des Immunsystems kann auch die körpereigenen Zellen betreffen. Bei Autoimmunkrankheiten können die Abwehrkräfte nicht zwischen fremd und eigen unterscheiden; sie greifen alle Zellen an, die sie für verdächtig halten. So werden bei Diabetes Typ I die Zellen angegriffen, die den Blutzuckergehalt messen und Insulin ausschütten. Bei Lupus erythematodes werden Antikörper produziert, die gegen körpereigene Zellkernbestandteile der Haut oder Organe wirken.

1 Lennart Hammarström et al.: Selective IgA Deficiency (SIgAD) and common variable immunodeficiency (CVID). In: Clin Exp Immunol. Bd. 120, 2000, S. 225-231

Bild: pixabay.com 

Zum 1. Teil der Blog-Serie "Unser Immunsystem": Erste Barrieren und Abwehrzellen 

Zum 2. Teil der Blog-Serie "Unser Immunsystem": Antikörper und Killerzellen

Zum 3. Teil der Blog-Serie "Unser Immunsystem": Strategien der Abwehr

Zum 4. Teil der Blog-Serie "Unser Immunsystem": Die Entstehung unserer Abwehr

Zum 6. Teil der Blog-Serie "Unser Immunsystem": Stärkung des Immunsystems

 

 

Kategorien: Immunsystem, Abwehrkräfte

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